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FINTECH GROUP AG (FRA:DE000524) Original-Research: FinTech Group AG (von GBC AG):

Transparenzrichtlinie : geregelte Berichte

08/02/2018 10:31

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19/10/2017 11:46

Original-Research: FinTech Group AG - von GBC AG

Einstufung von GBC AG zu FinTech Group AG

Unternehmen: FinTech Group AG
ISIN: DE000FTG1111

Anlass der Studie: GBC Vorstandsinterview - FinLab AG Letzte Ratingänderung:
Analyst: Cosmin Filker

Die FinTech Group AG hat nach dem sehr erfolgreichen Geschäftsjahr 2017 bereits die ersten positiven Signale für das laufende Geschäftsjahr bekannt geben. Die Gesellschaft konnte dabei mit der andorranischen Vall Banc den ersten B2B-Kunden des neuen Geschäftsjahres bekannt geben. Aber auch das B2C-Geschäft soll gemäß aktueller Pressemitteilung sehr stark angelaufen sein. Bereits Ende des Jahres hat die FinTech Group AG die ohnehin dynamischen Wachstumsprognosen für 2018 leicht angehoben. Der GBC-Analyst Cosmin Filker hat mit dem Finanzvorstand Muhamad Chahrour über die bisherige Entwicklung und die weiteren Aussichten der FinTech Group AG gesprochen.

GBC AG: Herr Chahrour, gemäß aktueller Pressemitteilung wird künftig ein weiterer B2B-Kunde die IT-Plattform der FinTech Group AG nutzen. Können Sie etwas zur Art und Volumen des neuen Auftrags sagen?

Muhamad Chahrour: Zunächst mal unterstreicht das die hohe Nachfrage nach unserer modernen Standardplattform für Privat- und Spezialbanken FTG:CBS im europäischen Markt - also auch außerhalb der deutschsprachigen Region. Wir haben damit einen weiteren wichtigen Meilenstein in unserer Internationalisierungsstrategie erreicht, nachdem wir unter anderem mit Kommunalkredit Austria bereits ein österreichisches Institut gewonnen haben. In der Pressemitteilung, die Sie ansprechen, hat Vall Banc Vice Chairman Christoph Lieber die Vorteile von FTG:CBS auf den Punkt gebracht. Die Möglichkeit sich an eine bestehende Plattform mit diversen Shared Services anzubinden, vermeidet lange Entwicklungszeiten und erlaubt in kürzester Zeit voll-digitalisierte und fortschrittliche Banklösungen anzubieten, während die IT- und Prozesskosten substantiell reduziert werden. Zum Auftragsvolumen haben wir bislang noch nichts kommuniziert. Gehen Sie aber davon aus, dass es sich wie bei unseren großen B2B Projekten um einen langfristigen Vertrag im siebenstelligen Bereich p.a. handelt.

GBC AG: Ende des Jahres hatten Sie zudem über die sehr erfolgreiche Entwicklung beim Onlinebroker flatex (B2C-Geschäft) berichtet. Bis Ende 2017 sollen dabei bis zu 12 Mio. Wertpapiertransaktionen über flatex abgewickelt worden sein, nach 10,5 Mio. in 2016. Was ist die Grundlage für diese erfolgreiche Entwicklung?

Muhamad Chahrour: Zum einen haben wir 2017 einen Rekordzuwachs an Neukunden bei flatex erreicht. Nun fangen diese Neukunden an zu handeln. So konvertiert das Neukundenwachstum in mehr Trades und schon der Januar war der zweiterfolgreichste Monat in der flatex Historie, trotz der bis dato geringen Volatilität im Markt. Zum anderen sehen wir jetzt, da Anfang Februar die Volatilität zurückgekehrt ist, verstärkte Handelsaktivität. Das dürfte das Wachstum in diesem Bereich noch beschleunigen.

Die Grundlage unseres Erfolges nenne ich die drei Ps: Preis, Produkte und Plattform. flatex ist der letzte bankunabhängige Online Broker mit einem der breitesten und besten Produktangebote. Viele davon gibt es nur exklusiv bei uns, zudem ist der Preis mit 5,90 Euro flat sehr wettbewerbsfähig.

GBC AG: Jüngst haben Sie Ihr Angebot auch um das Zertifikat 'flatex premium-crypto' erweitert, womit Ihre Kunden Transaktionen in den Kryptowährungsbereich tätigen können. Was ist der Vorteil des Zertifikats gegenüber dem Direktinvestment in Kryptowährungen?

Muhamad Chahrour: Investitionen in Krypto-Assets sind oft kompliziert, langwierig und teuer. Mit flatex premium-crypto können unsere Kunden jetzt ohne technische Hürden wie Wallet und Krypto-Account jederzeit auf den Bitcoin setzen. Damit haben wir uns auch im Bereich Krypto-Anlagen erneut und ganz klar als Innovationsführer in Deutschland positioniert. Für unsere Kunden, die diese Anlageform stark nachfragen, stellen wir so einen einfachen und kostengünstigen Zugang zu Krypto-Anlagen sicher und das mit allen Vorteilen der User Experience von flatex. Außerdem zeigt das, dass wir dank unserer Technologie und offenen Plattform jederzeit flexibel auf den Markt reagieren können.

GBC AG: In der zweiten Jahreshälfte 2017 haben Sie Preis- und Konditionenanpassungen beim börslichen und außerbörslichen Wertpapierhandel vorgenommen. Welche Auswirkungen konnten Sie bisher feststellen?

Muhamad Chahrour: Der reguläre Preis liegt jetzt in allen Bereichen bei 5,90 Euro, es gibt keine Unterschiede mehr, was die Transparenz für den Kunden erhöht. Leider agieren manche Wettbewerber mit versteckten Kosten, was es bei flatex nicht gibt. Wer genau hinschaut, stellt fest, dass flatex weiterhin am günstigsten ist. Zudem ist flatex dank der riesigen ProduktPlattform und der User Interfaces und User Experience, die best of class sind, weiterhin top positioniert. Außerdem sind viele Produkte von Premiumpartnern kostenfrei handelbar, etwa die ETPs von Morgan Stanley.

GBC AG: Grundsätzlich planen Sie auch den Kreditbereich stärker auszubauen. Welche Maßnahmen wurden hierfür umgesetzt und welche Potenziale bringt dieser Bereich mit sich?

Muhamad Chahrour: Wichtig ist zunächst: Wir machen keine unbesicherten Kredite. Seit dem erfolgreichen Start des flatex flex-Kredites Mitte 2016 haben wir ein Kreditbuch von gegenwärtig mehr als 200 Millionen Euro aufgebaut. Unsere Kreditoffensive wird das mittelfristig, also in den nächsten zwei bis drei Jahren, auf rund 500 Millionen Euro erhöhen. Neue und innovative Kreditprodukte, die wir gemeinsam mit Partnern auf den Markt bringen, werden uns dabei helfen. Der neue PolicenKredit wird einen wesentlichen Beitrag leisten und das aktuelle Kreditbuch auf rund 350 Millionen Euro bis Ende 2018 wachsen lassen. Der PolicenKredit hat für den Kunden wesentliche Vorteile: Der fast immer unwirtschaftliche Verkauf einer kapitalgedeckten Lebens- oder Rentenversicherung wird dadurch unnötig. Zudem bleibt der Versicherungsschutz fortwährend bestehen und man sichert sich mit wenig Aufwand zusätzliche Liquidität.

GBC AG: Herr Chahrour zum Abschluss noch ein Frage für Investoren mit langfristigem Anlagehorizont. Wo sehen Sie die FinTech Group AG in fünf Jahren?

Muhamad Chahrour: Wir stehen morgens auf, um Europas größten Online Broker zu schaffen und gleichzeitig unsere Infrastruktur als die Standardplattform für die Privat- und Spezialbanken zu etablieren. Ich stehe auch weiterhin hinter der Aussage von CEO Frank Niehage, dass wir eine One-Billion-Dollar Company werden wollen und können. Das Jahr 2017 war erfolgreich, unserer Guidance mit einem Umsatz von mehr als 100 Millionen Euro und einem Jahresüberschuss von mehr als 16,8 Millionen Euro können wir bestätigen. Für das jetzige Geschäftsjahr 2018 erwarten wir einen weiteren Wachstumsschub: 20% mehr Umsatz, 30% mehr EBITDA und 40% mehr Jahresüberschuss, d.h. 120 Millionen Euro Umsatz, 40 Millionen Euro EBITDA und 24 Millionen Euro
Jahresüberschuss.

In unserer mid-term Ambition haben wir unsere Wachstumsziele für die nächsten 18-36 Monate kommuniziert: Wir wollen einen Umsatz von mehr als 150 Millionen Euro, ein EBITDA von mehr als 50 Millionen Euro und einen Net Profit von über 30 Millionen Euro erreichen. Und ich bin überzeugt, das ist alles durch organisches Wachstum erreichbar. Wir haben aber auch immer gesagt, dass wir lohnenswerte Akquisitionen nicht ausschließen.

GBC AG: Herr Chahrour, ich danke Ihnen für das Gespräch.

Die vollständige Analyse können Sie hier downloaden: http://www.more-ir.de/d/16083.pdf

Kontakt für Rückfragen
Jörg Grunwald
Vorstand
GBC AG
Halderstraße 27
86150 Augsburg
0821 / 241133 0
research@gbc-ag.de
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Offenlegung möglicher Interessenskonflikte nach §34b Abs. 1 WpHG und FinAnV Beim oben analysierten Unternehmen ist folgender möglicher Interessenkonflikt gegeben: (5a,5b,6a,11); Einen Katalog möglicher Interessenkonflikte finden Sie unter: http://www.gbc-ag.de/de/Offenlegung.htm +++++++++++++++

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Für den Inhalt der Mitteilung bzw. Research ist alleine der Herausgeber bzw. Ersteller der Studie verantwortlich. Diese Meldung ist keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Abschluss bestimmter Börsengeschäfte.