finanzwire.de

Search

GCI MANAGEMENT AG (FRA:GCI) Original-Research: MS Industrie AG (von GBC AG): Kaufen

Transparenzrichtlinie : geregelte Berichte

28/11/2019 14:01

28/11/2019 14:01
27/11/2019 14:36
20/11/2019 17:01
24/10/2019 11:11
04/09/2019 10:52
30/08/2019 11:31
29/08/2019 10:01
01/08/2019 14:51
03/06/2019 18:22
09/05/2019 14:05

Original-Research: MS Industrie AG - von GBC AG

Einstufung von GBC AG zu MS Industrie AG

Unternehmen: MS Industrie AG
ISIN: DE0005855183

Anlass der Studie: Research Comment
Empfehlung: Kaufen
Kursziel: 3,60 Euro
Kursziel auf Sicht von: 31.12.2020
Letzte Ratingänderung:
Analyst: Cosmin Filker, Matthias Greiffenberger

Schwierigeres Marktumfeld in 2020 erwartet, Prognosen für 2019 und 2020 reduziert, Neues Kursziel: 3,60 EUR, Rating weiterhin KAUFEN

Wie erwartet, sind in den ersten neun Monaten 2019 die Umsatzerlöse der MS Industrie AG erheblich auf 174,67 Mio. EUR (VJ: 209,40 Mio. EUR) zurückgegangen. Maßgeblich dafür war der im April 2019 erfolgte Verkauf der Tochtergesellschaft MS Industries Inc., in der die Fertigung für den Daimler-Weltmotor für den NAFTA-Raum gebündelt war und in 2018 Umsatzerlöse in Höhe von knapp 100 Mio. USD (ca. 90 Mio. EUR) beigesteuert hatte. Dem stehen jedoch Erträge aus dem Liefervertrag mit der Gnutti Carlo-Gruppe in Höhe von ca. 10 Mio. USD (ca. 9,1 Mio. EUR) gegenüber, so dass für die ersten drei Quartale 2019 von einem Wegfall eines Umsatzvolumens von etwa 40 Mio. EUR auszugehen ist. Bereinigt hätte die MS Industrie AG sogar ein leichtes Umsatzwachstum auf etwa 214,5 Mio. EURerzielt.

Auch die Ergebnisentwicklung war in den ersten neun Monaten von der Veräußerung der US-amerikanischen Daimler-Fertigung geprägt. Insbesondere das Entkonsolidierungsergebnis (vor Steuern) in Höhe von 21,33 Mio. EUR hatte dabei zu deutlichen Ergebnissteigerungen geführt. Bereinigt um diesen einmaligen Sondereffekt hätte die Gesellschaft aber einen EBIT-Rückgang auf 0,43 Mio. EUR (VJ: 7,70 Mio. EUR) ausgewiesen. Hier machen sich einerseits die weggefallenen, margenstarken Umsätze der veräußerten Daimler-Fertigung in den USA bemerkbar. Auf der anderen Seite sind die personellen Kapazitätsanpassungen noch nicht vollständig umgesetzt worden, so dass beim Personalaufwand eine überproportionale Entwicklung vorlag.

Insgesamt ist die aktuelle Umsatzentwicklung der MS Industrie AG vor dem Hintergrund einer sich verstärkenden Abschwächung der Nachfrage nach Nutzfahrzeugen in Europa zu sehen. Gemäß ACEA (Vereinigung der europäischen Automobil-Hersteller) legte zwischen Januar und September 2019 die Anzahl der Neuzulassungen schwerer Nutzfahrzeuge (>16 Tonnen) zwar um 5,3 % zu, im
Juli (-25,1 %), August (-21,8 %) und September (-13,8 %) hatte aber eine deutlich rückläufige Entwicklung eingesetzt. Insgesamt ist das Marktumfeld für die MS Industrie AG damit als zunehmend herausfordernd zu sehen. Gemäß Unternehmensangaben gibt es derzeit Indizien, wonach sich die OEM's auf ein deutlich schwierigeres Marktumfeld im kommenden Geschäftsjahr 2020 vorbereiten.

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet das Management der MS Industrie AG Umsatzerlöse in Höhe von 225 Mio. EUR (bisher: 230 Mio. EUR) und eine deutlich rückläufige Entwicklung des von Sondereffekten geprägten EBIT sowie ein leicht negatives Nachsteuerergebnis vor Sondereffekten. Im kommenden Geschäftsjahr wird sich der Wegfall der nordamerikanischen Daimler-Umsätze erstmals ganzjährig auswirken. Darüber hinaus sind die, insbesondere für die Fahrzeugbranche, niedrigeren Konjunkturerwartungen zu berücksichtigten, so dass die MS-Gruppe, bei von uns unterstellten fehlenden Impulsen aus dem Ultraschall-Bereich, einen deutlichen Umsatzrückgang ausweisen müsste. Erst ab dem Geschäftsjahr 2021 ist mit einem leichten Anstieg der Abrufzahlen durch den Hauptkunden Daimler zu rechnen. Darüber hinaus sollte die Gesellschaft erstmalig Umsätze mit dem neuen Kunden der VW-Gruppe erwirtschaften, so dass wir dann einen spürbaren Erlösanstieg unterstellen.

Analog zur Unternehmens-Guidance rechnen wir für das laufende Geschäftsjahr mit einem leicht niedrigeren Umsatzniveau, sowie, vor dem Hintergrund der sich noch nicht vollständig auswirkenden Einsparungen beim Personal, mit einem niedrigeren Ergebnisniveau. Bereinigt um das einmalige Entkonsolidierungsergebnis (nach Steuern) in Höhe von rund 19,5 Mio. EUR erwarten wir für das laufende Geschäftsjahr 2019 ein negatives Nachsteuerergebnis in Höhe von -2,04 Mio. EUR. Aufbauend auf den niedrigeren Umsatz- und Ergebnisprognosen haben wir unsere Prognosen für das kommende Geschäftsjahr 2020 ebenfalls reduziert. Unsere 2021er Schätzungen haben wir hingegen unverändert gelassen. Wie dargestellt, gehen wir hier von einem Anstieg bei den Daimler-Abrufzahlen aus und berücksichtigen zudem die erstmaligen Umsatzbeiträge des neuen Kunden.

Im Rahmen unseres angepassten DCF-Bewertungsmodells haben wir eine neues Kursziel in Höhe von 3,60 EUR ermittelt. Das insbesondere im zweiten Halbjahr 2019 deutlich reduzierte Kursniveau auf aktuell 2,05 EUR bietet jedoch noch ein hohes Kurspotenzial und daher vergeben wir unverändert das Rating KAUFEN.

Die vollständige Analyse können Sie hier downloaden: http://www.more-ir.de/d/19513.pdf

Kontakt für Rückfragen
Jörg Grunwald
Vorstand
GBC AG
Halderstraße 27
86150 Augsburg
0821 / 241133 0
research@gbc-ag.de
++++++++++++++++
Offenlegung möglicher Interessenskonflikte nach § 85 WpHG und Art. 20 MAR Beim oben analysierten Unternehmen ist folgender möglicher Interessenkonflikt gegeben: (5a,7,11); Einen Katalog möglicher Interessenkonflikte finden Sie unter: http://www.gbc-ag.de/de/Offenlegung
+++++++++++++++
Datum und Zeitpunkt der Fertigstellung der Studie: 28.11.19 (12:00 Uhr) Datum und Zeitpunkt der ersten Weitergabe: 28.11.19 (14:00 Uhr)

-------------------übermittelt durch die EQS Group AG.-------------------

Für den Inhalt der Mitteilung bzw. Research ist alleine der Herausgeber bzw. Ersteller der Studie verantwortlich. Diese Meldung ist keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Abschluss bestimmter Börsengeschäfte.