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H&R GMBH & CO. KGAA (FRA:DE000A2E) DGAP-Adhoc: H&R GmbH & Co. KGaA veröffentlicht vorläufiges Ergebnis zum 1. Halbjahr 2018

Transparenzrichtlinie : geregelte Berichte

01/08/2018 20:55

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DGAP-Ad-hoc: H&R GmbH & Co. KGaA / Schlagwort(e): Vorläufiges Ergebnis/Gewinnwarnung
H&R GmbH & Co. KGaA veröffentlicht vorläufiges Ergebnis zum 1. Halbjahr 2018

01.08.2018 / 20:55 CET/CEST
Veröffentlichung einer Insiderinformationen nach Artikel 17 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, übermittelt durch DGAP - ein Service der EQS Group AG.
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Insiderinformation gem. Art 17 MAR

H&R KGaA
Neuenkirchener Str. 8
48499 Salzbergen

H&R GmbH & Co. KGaA: Vorläufige Geschäftszahlen für das 1. Halbjahr 2018

- Operatives Ergebnis (EBITDA) mit EUR 41,2 Mio. unter Vorjahr

- Positive EBITDA-Beiträge aller drei Segmente

- Geschwächte Perspektiven zur Jahresmitte erfordern Abkehr von bisheriger Guidance

- Wirtschaftliches und politisches Umfeld bleiben anspruchsvoll

Salzbergen, 1. August 2018. Die H&R GmbH & Co. KGaA (kurz: H&R KGaA; ISIN DE000A2E4T77) hat ein durchwachsenes Halbjahresergebnis erzielt. Das operative Konzernergebnis (EBITDA*) lag im zweiten Quartal verglichen zum Jahresstart noch einmal niedriger und blieb nach vorläufigen Berechnungen mit EUR 17,5 Mio. entsprechend hinter dem stärkeren Vergleichsquartal des Vorjahres (Q2-2017: EUR 25,6 Mio.) zurück. Das EBIT schloss bei EUR 9,0 Mio., nach letztjährigen EUR 16,7 Mio. Das zweite Quartal 2018 gab auch auf den übrigen Ergebnisebenen noch einmal deutlich nach: Das Ergebnis vor Steuern (EBT) lag im zweiten Quartal 2018 bei EUR 7,1 Mio. (Q2-2017: EUR 14,8 Mio.), beim Konzernergebnis der Aktionäre schloss die Gesellschaft mit EUR 5,0 Mio. (Q2-2017: EUR 10,9 Mio.). Besonders die Schlussphase des 2. Quartals 2018 enttäuschte und verfehlte die Erwartungen der Unternehmensleitung deutlich. Die Umsatzerlöse im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres stiegen rohstoffpreisbedingt auf EUR 279,5 Mio. (Q2-2017: EUR 260,2 Mio.).

In der Betrachtung des gesamten ersten Halbjahres 2018 blieben die Rückgänge etwas moderater. Auch hier prägten vor allem die letzten Wochen das Gesamtbild. Das Unternehmen erreichte vorläufig ein operatives Ergebnis (EBITDA) von EUR 41,2 Mio. (1. Halbjahr 2017: EUR 52,9 Mio.). Das EBIT belief sich auf EUR 24,4 Mio. (1. Halbjahr 2017: EUR 35,2 Mio.). Das Ergebnis vor Steuern (EBT) zeigte mit EUR 20,9 Mio. (1. Halbjahr 2017: EUR 30,3 Mio.) einen vergleichbaren Trend. Das Konzernergebnis der Aktionäre schloss bei EUR 14,9 Mio. (1. Halbjahr 2017: EUR 21,4 Mio.). Damit erwirtschaftete die H&R KGaA einen Gewinn je Aktie von EUR 0,41, davon lediglich EUR 0,14 im zweiten Quartal 2018 (1. Halbjahr 2017: EUR 0,58; Q2-2017: EUR 0,30). Rohstoffpreisbedingt lagen die Umsätze mit EUR 550,3 Mio. über dem Vergleichswert (1. Halbjahr 2017: EUR 527,7 Mio.).

Einen wesentlichen Beitrag zum Ergebnis lieferte das Segment ChemPharm Refining, das im zweiten Quartal 2018 mit einem EBITDA von EUR 9,4 Mio. signifikant an Dynamik einbüßte (Q2-2017: EUR 17,1 Mio.). Ursächlich war eine Kombination aus Preis- und Mengeneffekten. Insbesondere ließen sich die notwendigen Preiserhöhungen infolge ebenfalls weniger dynamischer Aussichten unserer Kunden nicht auskömmlich und zeitnah genug durchsetzen. Insgesamt erzielte der Bereich für den 6-Monatszeitraum ein EBITDA von EUR 25,2 Mio. (1. Halbjahr 2017: EUR 33,1 Mio.). Die Umsätze im Segment stiegen rohstoffpreisbedingt um 9,1 % und erreichten EUR 347,5 Mio. (1. Halbjahr 2017: EUR 318,6 Mio.). Hiervon entfielen EUR 172,2 Mio. auf das zweite Quartal 2018 (Q2-2017: EUR 156,8 Mio.).

Die im Segment ChemPharm Sales gebündelten internationalen Aktivitäten verzeichneten diesjährig mit EUR 7,5 Mio. im zweiten Quartal und EUR 14,8 Mio. im ersten Halbjahr zwar unterjährig konsistente aber insgesamt schwächere operative Ergebnisse (Q2-2017: EUR 9,0 Mio.; 1. Halbjahr 2017: EUR 19,0 Mio.). Insbesondere blieben die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für verschiedene Märkte der H&R herausfordernd. Die Umsätze im ersten Halbjahr blieben mit EUR 177,1 Mio. leicht schwächer (1. Halbjahr 2017: EUR 183,5 Mio.) entwickelten sich jedoch im zweiten Quartal mit EUR 95,0 Mio. etwas besser (2. Quartal 2017: EUR 91,2 Mio.).

Das Segment Kunststoffe erwirtschaftete ein positives EBITDA sowohl auf Quartalsebene als auch im Halbjahr 2018 und erzielte EUR 1,4 Mio. bzw. EUR 2,7 Mio. (Q2-2017: EUR 1,0 Mio.; 1. Halbjahr 2017: EUR 2,7 Mio.). Der Umsatz blieb mit EUR 15,2 Mio. bzw. EUR 30,4 Mio. gegenüber den Vorjahresvergleichswerten (Q2-2017: EUR 14,9 Mio.; 1. Halbjahr 2017: EUR 30,6 Mio.) ebenfalls stabil.

Der operative Cashflow zeigte im ersten Halbjahr 2018 die geschäftsmodellbedingte Volatilität: Verteuerte Rohstofflieferungen in zeitlicher Nähe zum Bilanzstichtag erhöhten den Net Working Capital - Bedarf. In Summe betrug der operative Cashflow im zweiten Quartal 2018 EUR -12,7 Mio. (Q2-2017: EUR 5,3 Mio.), der Free Cashflow betrug EUR -23,2 Mio. (Q2-2017: EUR -5,0 Mio.). Ausgehend von einer schwächeren Ergebnissituation beeinflussten auch Währungseffekte sowie geringere Ertragssteuern den operativen Cashflow im Halbjahresvergleich, der sich von EUR 5,0 Mio. auf EUR -15,6 Mio. veränderte. Der Free Cashflow ging - auch infolge gestiegener Investitionen - von EUR -17,4 Mio. auf EUR -40,5 Mio. zurück.

Die Bilanzsumme erhöhte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2017 von EUR 662,6 Mio. auf EUR 730,0 Mio. Das Eigenkapital stieg im gleichen Zeitraum von EUR 342,7 Mio. auf EUR 351,0 Mio. Per 30. Juni 2018 beträgt die Eigenkapitalquote der Gesellschaft 48,1 % (31. Dezember 2017: 51,7 %).

Insgesamt hat die Gesellschaft das erste Halbjahr 2018 zwar robust, aber auch deutlich unter dem Vorjahresvergleich abgeschlossen. Insbesondere die Schlussphase zum Ende des zweiten Quartals 2018 und der Ausblick auf den Start in die zweite Jahreshälfte erfüllten die Erwartungen der Unternehmensführung nicht. Entsprechend intensiv hat die Geschäftsführung die Planung und Perspektiven für das zweite Halbjahr bewertet. Derzeit sieht das Unternehmen - auch anlässlich der globalwirtschaftlichen Herausforderungen - keine ausreichend große Sicherheit für ein Erreichen der ursprünglichen Ergebnisziele und damit für eine Aufrechterhaltung der bisherigen EBITDA-Spanne von EUR 94,0 Mio. bis zu EUR 106,0 Mio. mehr. Sollte ein fundierter Ausblick möglich sein, wird H&R seine Erwartungen neu definieren, bis dahin aber sieht die Geschäftsführung von einer Prognose ab.

Die endgültigen Finanzzahlen sowie weitere Informationen zur bisherigen Geschäftsentwicklung 2018 werden wie geplant am 15. August 2018 im Halbjahresbericht veröffentlicht.

*Konzernergebnis vor Steuern vom Einkommen und Ertrag, sonstigen Finanzierungserträgen und -aufwendungen sowie Abschreibungen und Wertminderungen und Zuschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Kontakt:
H&R GmbH & Co. KGaA, Leiter Investor Relations / Kommunikation, Ties Kaiser
Neuenkirchener Straße 8, 48499 Salzbergen
Tel.: +49 40 43218-321, Fax: +49 40 43218-390
Mail: ties.kaiser@hur.com
www.hur.com

Die H&R GmbH & Co. KGaA:
Die im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notierte H&R GmbH & Co. KGaA ist als Unternehmen der Spezialchemie in der Entwicklung und Herstellung chemisch-pharmazeutischer Spezialprodukte auf Rohölbasis und in der Produktion von Präzisions-Kunststoffteilen tätig.

Zukunftsgerichtete Aussagen und Prognosen:
Diese Insiderinformation enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen basieren auf den gegenwärtigen Einschätzungen und Prognosen des Vorstands sowie den ihm derzeit verfügbaren Informationen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr abhängig von einer Vielzahl von Faktoren, sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die in dieser Insiderinformation gemachten zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren.


01.08.2018 CET/CEST Die DGAP Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten, Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen.
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