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IKB DEUTSCHE INDUSTRIEBANK AG (FRA:IKB) DGAP-News: IKB Deutsche Industriebank AG im 1. Halbjahr 2020/21: Gutes Ergebnis erzielt - Profitabilität und Kosteneffizienz erhöht

Transparenzrichtlinie : geregelte Berichte

12/11/2020 08:00

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18/05/2020 20:00
21/11/2019 08:00
14/06/2019 08:00
23/11/2018 08:00
15/06/2018 08:00
24/11/2017 08:00
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27/06/2017 07:30

DGAP-News: IKB Deutsche Industriebank AG / Schlagwort(e): Halbjahresergebnis
IKB Deutsche Industriebank AG im 1. Halbjahr 2020/21: Gutes Ergebnis erzielt - Profitabilität und Kosteneffizienz erhöht

12.11.2020 / 08:00
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.


IKB Deutsche Industriebank im 1. Halbjahr 2020/21: Gutes Ergebnis erzielt - Profitabilität und Kosteneffizienz erhöht

- Konzernüberschuss nach Risikovorsorge bei 42 Mio. €; Eigenkapitalrendite (ROE) auf fast 7 % verbessert

- Ergebnisprognose für Gesamtjahr 2020/21 bestätigt: Überschuss von rund 80 Mio. € erwartet

- Verwaltungskosten um rund 20 % auf 68 Mio. € weiter gesenkt

- Cost Income Ratio von 64 % auf 56 % verbessert

- Robustes Kundenportfolio mit NPL Ratio (EBA-Definition) von 2,0 % und Risikovorsorgeaufwand von 13 Mio. €

- Harte Kernkapitalquote (CET 1) auf 13,3 % (Vorjahr: 12,0 %) deutlich gesteigert, CET 1-Quote Pro-forma nach Basel IV bei 14,0 %

- Gute Liquiditätsausstattung: Loan to Deposit Ratio bei 64 % und LCR bei 309 %

- IKB-Vorstandsvorsitzender Dr. Michael Wiedmann: "Unser gutes Halbjahresergebnis stellt die Nachhaltigkeit und Profitabilität unseres fokussierten Geschäftsmodells besonders unter Beweis. Durch die gut eingespielte und unbürokratische Zusammenarbeit mit der KfW konnten wir unsere Kunden bei der Vergabe von Corona Hilfsprogrammen unterstützen und sind damit unter den Top 10-Durchleitungsbanken für KfW-Corona-Hilfsprogramme."

[Düsseldorf, 12. November 2020] Die IKB hat im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2020/21 (April bis September 2020) trotz eines von der Covid-19-Pandemie geprägten wirtschaftlichen Umfelds ein gutes Ergebnis erzielt. Der Konzernüberschuss nach Steuern belief sich auf 42 Mio. € und lag damit im Rahmen der Prognose. Gegenüber dem Ergebnis des Geschäftsjahres 2019/20 in Höhe von 8 Mio. € hat die IKB deutlich zugelegt und die Ausrichtung auf einfache Strukturen, profitable Produkte und konsequentes Kostenmanagement fortgesetzt. Die Eigenkapitalrendite wurde von ca. 6 % im Geschäftsjahr 2019/20 auf fast 7 % gesteigert (bei einer Kernkapitalquote von 12 % gerechnet auf durchschnittliche Risikogewichtete Aktiva). Das Betriebsergebnis vor Risikovorsorge (Zins- und Provisionsüberschuss abzüglich Verwaltungsaufwendungen) stieg um rund 12 % auf 54 Mio. € und resultiert vor allem aus den um 20 % auf 68 Mio. € gesenkten Verwaltungsaufwendungen. Damit ist die Bank auf einem guten Weg, ihre Ziele für das Geschäftsjahr 2020/21 mit einem Konzernüberschuss in Höhe von rund 80 Mio. € und Verwaltungskosten von knapp unter 140 Mio. € zu erreichen.

Bewusster Fokus beim Neugeschäft auf Unterstützung des Mittelstandes mit KfW-Sonderprogramm
Die Entwicklung des Neugeschäfts im ersten Halbjahr war durch die Coronavirus-Pandemie geprägt. Die IKB hat dabei ihre mittelständischen Kunden vor allem mit ihrer umfassenden Expertise im Bereich der Fördermittel gezielt unterstützt. Die Nachfrage nach den durch die KfW aufgelegten Sonderprogrammen bestimmte daher das Kreditneugeschäft, sodass der Anteil des Fördermittelgeschäfts um 42 %-Punkte auf 83 % stieg. Demgegenüber wurde die Vergabe von Eigenmittelkrediten bewusst reduziert, sodass das Neugeschäft insgesamt bei 0.9 Mrd. € lag (Vorjahr: 1,3 Mrd. €). Die IKB steht seit dem Frühjahr 2020 einer Vielzahl von mittelständischen Unternehmen mit den KfW-Sonderprogrammen zur Seite und hat Anträge mit einem Gesamtvolumen von annähernd 2 Mrd. € bei der KfW platziert. Damit gehört die Bank bei den KfW-Sonderprogrammen zu den Top 10-Durchleitungsinstituten.

Fokus auf nachhaltige Profitabilitätssteigerung
Die IKB hat in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2020/21 (April bis September 2020) trotz des Corona-bedingt schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes mit 42 Mio. € einen Konzernüberschuss nach Steuern nahezu auf Vorjahresniveau erzielt (Vorjahreszeitraum April bis September 2019: 46 Mio. €). Dies ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass bei annähernd konstantem Zinsüberschuss durch die weiteren Einsparungen bei den Verwaltungsaufwendungen der Rückgang des Provisionsüberschusses und die erhöhte Risikovorsorge überkompensiert wurden. Die Eigenkapitalrendite wurde von ca. 6 % im Geschäftsjahr 2019/20 auf fast 7 % gesteigert.

Der Zinsüberschuss des Konzerns war im Berichtszeitraum mit 107 Mio. € wie geplant annähernd stabil auf Vorjahresniveau. Der Provisionsüberschuss im Konzern ging auf 14 Mio. € zurück, was maßgeblich auf die gezielte Anpassung der Struktur des Neugeschäfts mit Fokus auf Fördermittelkredite aus dem KfW-Sonderkreditprogramm zurückzuführen ist.

Der Verwaltungsaufwand des Konzerns wurde wie geplant im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 84 Mio. € auf 68 Mio. € um rund 20 % weiter deutlich reduziert. Diese konsequente Kostendisziplin zahlt sich aus: Die Cost Income Ratio lag im Berichtszeitraum bei 56 %, nach 64 % im Vorjahreszeitraum.
Der Risikovorsorgesaldo lag zum ersten Halbjahr 2020/21 bei einem Aufwand von 13 Mio. € (Vorjahr: 5 Mio. €). Nach heutigem Stand erwartet die IKB für das Geschäftsjahr 2020/21 eine Risikovorsorge auf ähnlichem Niveau wie im Geschäftsjahr 2019/20. Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft im Verhältnis zum Kreditvolumen gegenüber Unternehmen lag im Berichtszeitraum wie erwartet bei 30 Basispunkten. Der Anteil der Non-performing Assets ist auch nach Beginn der Covid-19-Pandemie unverändert niedrig. So lag die NPL-Quote (gemäß EBA-Definition) aufgrund des robusten Kreditbuchs bei 2,0 %, bei voraussichtlich fallender Tendenz bis zum Geschäftsjahresende. Das Kreditbuch der IKB hat einen nur sehr geringen Anteil an durch die Coronavirus-Krise besonders betroffenen Branchen. Derzeit erwartet die Bank auch für das folgende Geschäftsjahr eine Risikovorsorge auf weiterhin moderatem Niveau.

Das Kreditbuch der IKB in Höhe von knapp 10 Mrd. € ist auf Basis fristenkongruenter Fälligkeiten in Höhe von 5,3 Mrd. € durch Fördermittelkredite der KfW Bankengruppe und anderen Fördermittelbanken refinanziert. Somit ist mehr als die Hälfte des Kreditbuchs nicht durch Einlagen zu refinanzieren. Das Kreditbuch der IKB besteht weitestgehend aus Krediten an Unternehmen des gehobenen deutschen Mittelstands; also Firmen mit Umsatzvolumina ab 250 Mio. € im Jahr. Sie zeichnen sich durch sehr solide Geschäftsmodelle und meist hohe Eigenkapital- und Liquiditätsquoten aus.

Starke Eigenkapital- und Liquiditätsposition
Die Eigenkapitalposition der IKB liegt nach wie vor auf einem hohen Niveau und deutlich über sämtlichen regulatorischen Anforderungen. Per 30. September 2020 erhöhte sich die CET 1-Quote (fully loaded) für die IKB-Gruppe auf 13,3 % (31. März 2020: : 12,0 %). Die Pro-forma CET 1-Quote nach den Basel IV-Regularien würde bei 14,0 % liegen. Die Leverage Ratio verbesserte sich auf 7,5 %; die Liquidity Coverage Ratio betrug zum 30. September 2020 in der IKB-Gruppe 309 % und lag damit ebenfalls deutlich über den regulatorischen Mindestanforderungen. Die Loan to Deposit Ratio lag bei 64 %.

Ergebnis Nachrangpapierklagen
Die der IKB zugestellten Klagen zu den Nachrangpapieren hält die Bank für unbegründet. Diese Bewertung wurde am 24. September 2020 durch drei zweitinstanzliche Urteile des Oberlandesgerichts Düsseldorf deutlich im Sinne der IKB bestätigt. Die Klagen waren zum Teil unzulässig und wurden im Übrigen vollumfänglich zurückgewiesen. Die Revision wurde durch das OLG in keinem der Fälle zugelassen.

Ausblick
Die Unsicherheit über den Verlauf der Coronavirus-Pandemie und den damit verbundenen Schutzmaßnahmen ist nach wie vor groß auch vor dem Hintergrund des Lockdowns von Teilen der deutschen Wirtschaft im November 2020. Dennoch geht die IKB aus heutiger Sicht davon aus, die Summe aus Zins- und Provisionsüberschuss stabil auf dem Niveau des Vorjahres zu halten. Die Reduzierung der Verwaltungskosten im Konzern sollen durch fortgesetzte Kostensenkungs- und Optimierungsmaßnahmen erreicht werden. Demzufolge erwartet die Bank für das Geschäftsjahr 2020/21 Verwaltungskosten auf niedrigerem Niveau in Höhe von ca. 140 Mio. €. Für die Cost Income Ratio rechnet die IKB mit einer deutlichen Verbesserung gegenüber dem Geschäftsjahr 2019/20. Nach heutigem Stand erwartet die IKB für das Geschäftsjahr 2020/21 eine Risikovorsorge auf ähnlichem Niveau wie im Geschäftsjahr 2019/20. Bei der NPL-Quote geht die Bank von einer voraussichtlich fallendenden Tendenz bis zum Geschäftsjahresende aus. Die Bank erwartet für das folgende Geschäftsjahr derzeit eine Risikovorsorge auf weiterhin moderatem Niveau. Neugeschäftspotenziale ergeben sich für die Bank mit der Weiterreichung haftungsfreigestellter Kredite aus den KfW-Sonderprogrammen.

Für die Risikogewichteten Aktiva erwartet die IKB aufgrund von Modelländerungen im IRBA-Ratingsystem kurzfristig eine weitere Reduktion von ca. 0,8 Mrd. € und im folgenden Geschäftsjahr weiteres Potenzial. Diese RWA-Reduktion führt weiterhin zu einem deutlichen Anstieg der harten Kernkapitalquote im Vergleich zum Geschäftsjahr 2019/20.

Dank des stabilen Geschäftsmodells, der fokussierten Strategie und der nachhaltig effizienten Aufstellung geht die IKB davon aus, ihre mittelfristigen Ziele aus heutiger Sicht zu erreichen: So soll die Eigenkapitalrendite auf über 10 % verbessert und die Cost Income Ratio auf rund 40 % weiter gesenkt werden.

Auf der Grundlage der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres erwartet die IKB wie prognostiziert einen Konzern-Jahresüberschuss nach Steuern von rund 80 Mio. € und rechnet damit, die Prognose zu erreichen. Die IKB plant, das Geschäftsjahr, welches derzeit auf den 31. März eines Jahres endet, auf den 31. Dezember eines Jahres umzustellen. Im Falle eines neunmonatigen Rumpfgeschäftsjahres mit Bilanzstichtag 31. Dezember 2020 erwartet die Bank für den IKB-Konzern einen Jahresüberschuss nach Steuern von rund 60 Mio. €. Nach wie vor herrscht eine starke Unsicherheit über die weitere Entwicklung der Coronavirus-Pandemie und deren wirtschaftlichen Auswirkungen. Vor diesem Hintergrund kann das Ergebnis zum Ende des Prognosezeitraums am 31. März 2021 sowie zum Ende des Rumpfgeschäftsjahres am 31. Dezember 2020 geringer ausfallen als erwartet.

Die Bank verfügt über eine solide Kernkapitalbasis und ist mit ausreichend Liquidität ausgestattet.


Tabelle: Gewinn- und Verlustrechnung 1. Halbjahr 2020/21 der IKB (Konzern, nach HGB)

in Mio. € 1. Halbjahr 2020/21
(1.4.-30.9.
2020)
1. Halbjahr 2019/20
(1.4.-30.9.
2019)
Verän-
derung
(absolut)
GJ 2019/20
Zinsüberschuss 107 110 -2 201
Provisionsüberschuss 14 22 -8 40
Verwaltungsaufwendungen -68 -84 16 -156
Personalaufwendungen -40 -45 5 -81
Andere Verwaltungs-
aufwendungen
-27 -39 11 -75
Betriebliches Ergebnis
vor Risikovorsorge
54 48 6 85
Sonstiges Ergebnis 2 5 -3 -47
Risikovorsorgesaldo -13 -5 -8 -30
Steueraufwand/-ertrag 0 -2 1 -1
Konzernergebnis 42 46 -4 8
 

Summendifferenzen sind Rundungsdifferenzen.

Weitere Details zu den Entwicklungen im ersten Halbjahr 2020/21 sind im Halbjahresbericht 2020/21 unter https://www.ikb.de/ueber-uns/investor-relations/finanzberichte und in der Investorenpräsentation unter https://www.ikb.de/ueber-uns/investor-relations/aktuelles verfügbar.

Kontakt:
Armin Baltzer, Telefon: +49 211 8221-6236, E-Mail: presse@ikb.de
Patrick von der Ehe, Telefon: +49 211 8221-4776, E-Mail: presse@ikb.de

Die IKB Deutsche Industriebank AG begleitet mittelständische Unternehmen mit Krediten sowie Kapitalmarkt- und Beratungsdienstleistungen.




 


12.11.2020 Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht, übermittelt durch DGAP - ein Service der EQS Group AG.
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