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UMWELTBANK AG Original-Research: UmweltBank AG (von GBC AG): Kaufen

Transparenzrichtlinie : geregelte Berichte

03/09/2020 11:31

03/09/2020 11:31
10/06/2020 10:01
09/12/2019 10:01

Original-Research: UmweltBank AG - von GBC AG

Einstufung von GBC AG zu UmweltBank AG

Unternehmen: UmweltBank AG
ISIN: DE0005570808

Anlass der Studie: Research Update
Empfehlung: Kaufen
Kursziel: 14,50 Euro
Kursziel auf Sicht von: 31.12.2021
Letzte Ratingänderung:
Analyst: Cosmin Filker, Matthias Greiffenberger

Geringe Ertrags- und Ergebnisvolatilität im Umfeld der Covid-19-Pandemie, Leichte Anpassung der 2020er Prognosen, Kursziel und Rating unverändert

Auch während der Covid-19-Pandemie hat sich das Geschäftsmodell der UmweltBank AG erwartungsgemäß als vergleichsweise solide erwiesen. Die vergebenen Kredite für ökologische Zwecke, wie etwa für Solar- und Windprojekte oder für den Bereich des sozialen, bezahlbaren Wohnens, sind in der Regel langfristig, was für die Geschäftsentwicklung der UmweltBank AG eine niedrigere Volatilität bedeutet. Zudem finden Zins- und Tilgungsleistungen beim Großteil der UmweltBank-Kredite typischerweise aus dem laufenden Anlagenbetrieb und damit aus der Einspeisung von Ökostrom statt, so dass auch hier ein hoher Sicherheitsaspekt vorliegt.

Im Rahmen der Halbjahresberichterstattung weist die UmweltBank AG das Zins-, Finanz- und Bewertungsergebnis als Summe aus. Die Gesellschaft weist hier eine sichtbare Minderung auf 26,03 Mio. EUR (VJ: 30,25 Mio. EUR) auf. Unserer Ansicht nach dürfte diese Entwicklung teilweise dem geringeren Finanz- und Bewertungsergebnis geschuldet sein. Im Vorjahr hatte die Gesellschaft ein besonders hohes Beteiligungsergebnis und ein starkes Finanzergebnis erzielt. Zudem konnte die Begleitung einer Anleiheemission nicht wie geplant umgesetzt werden, wodurch kein positiver Impuls für das Finanzergebnis vorlag.

Dass trotz der rückläufigen Ertragsentwicklung und steigender operativer Aufwendungen das Nachsteuerergebnis nur um -5,0 % auf 14,52 Mio. EUR (VJ: 15,29 Mio. EUR) hinter dem Vorjahreswert lag, ist einem positiven Sondereffekt in Höhe von 4,16 Mio. EUR zu verdanken. Die UmweltBank AG hat im Zuge eines Rechtsstreits einem Vergleich zugestimmt, womit ihr Lizenzgebühren in Höhe von 4,16 Mio. EUR zuzüglich 5 % zugeflossen sind. Daraus ergibt sich eine deutliche Erhöhung des sonstigen betrieblichen Ergebnisses, was sich auf das Periodenergebnis entsprechend positiv ausgewirkt hatte.

Mit der Veröffentlichung der Halbjahreszahlen hat das UmweltBank-Management die Anfang des laufenden Geschäftsjahres 2020 aufgestellte Prognose bestätigt, wonach ein Jahresergebnis vor Steuern und Rücklagen in Höhe von rund 36 Mio. EUR erwartet wird. Nachdem die bisherige Ertragsentwicklung etwas unterhalb der Erwartungen ausgefallen ist, wird für das zweite Halbjahr eine Verbesserung des Zins- und Provisionsergebnisses erwartet.

Wir gehen davon aus, dass die digitale Umstellung, die noch am Anfang der Covid-19-Pandemie für einen Rückgang der Bearbeitungskapazitäten geführt hatte, nunmehr abgeschlossen ist. Im zweiten Halbjahr dürfte dies zu einer Verbesserung der Kreditbearbeitungszeiten führen und damit zu einem entsprechenden Anstieg der ausgegebenen Umweltkredite. Dabei ist die Kreditnachfrage gemäß Unternehmensangaben weiterhin hoch. Belegt wird dies durch einen starken Anstieg des Geschäftsvolumens auf 4.940 Mio. EUR (31.12.19: 4.518 Mio. EUR), welches zusätzlich zur Bilanzsumme auch die unwiderruflichen Kreditzusagen enthält und damit quasi den Auftragsbestand mit abbildet.

Wir haben unsere bisherigen Prognosen (siehe Studie vom 10.06.2020) größtenteils unverändert gelassen. Veränderungen haben wir dabei lediglich bei den Ertragsprognosen für das laufende Geschäftsjahr 2020 vorgenommen. Zwar gehen wir von einer Verbesserung aller Ertragskomponenten im zweiten Halbjahr 2020 aus, insgesamt dürften diese jedoch leicht unter unseren Erwartungen liegen. Wir reduzieren daher unsere Zinsergebnis-Prognose auf 50,43 Mio. EUR (bisher: 51,66 Mio. EUR). Insgesamt sollten aber die Auswirkungen auf das Vor- und Nachsteuerergebnis nur gering ausfallen. Der positive Sondereffekt im Zuge des Vergleiches aus einem Rechtstreit in Höhe von 4,16 Mio. EUR wurde von der Gesellschaft teilweise zur Finanzierung des Personalaufbaus sowie für Investitionen in die IT-Infrastruktur verwendet. In Summe sollte der Sonderertrag die höheren Aufwendungen sowie die etwas niedrigeren Erträge vollständig kompensieren, so dass wir von einem im Vergleich zu unseren bisherigen Prognosen nahezu unveränderten Vorsteuerergebnis in Höhe von 35,67 Mio. EUR (bisher. 35,72 Mio. EUR) ausgehen.

Da unsere Ergebnisprognosen gegenüber unserer bisherigen Researchstudie praktisch unverändert sind, ergeben sich nur marginale Veränderungen in unserem Bewertungsmodell nach dem Residual-Einkommensverfahren. Wir bestätigen daher unser Kursziel von 14,50 EUR und vergeben angesichts des aktuellen Kursniveaus von 11,75 EUR weiterhin das Rating KAUFEN.

Die vollständige Analyse können Sie hier downloaden: http://www.more-ir.de/d/21529.pdf

Kontakt für Rückfragen
Jörg Grunwald
Vorstand
GBC AG
Halderstraße 27
86150 Augsburg
0821 / 241133 0
research@gbc-ag.de
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Offenlegung möglicher Interessenskonflikte nach § 85 WpHG und Art. 20 MAR Beim oben analysierten Unternehmen ist folgender möglicher Interessenkonflikt gegeben: (5a,7,11); Einen Katalog möglicher Interessenkonflikte finden Sie unter: http://www.gbc-ag.de/de/Offenlegung
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Datum (Zeitpunkt) Fertigstellung: 03.09.20 (10:32 Uhr) Datum (Zeitpunkt) erste Weitergabe: 03.09.20 (11:30 Uhr)

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Für den Inhalt der Mitteilung bzw. Research ist alleine der Herausgeber bzw. Ersteller der Studie verantwortlich. Diese Meldung ist keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Abschluss bestimmter Börsengeschäfte.